Flashback 2016/17: Zu meiner ersten Mitteldistanz kam ich in etwa so ungeplant, spontan und unüberlegt wie zu meinem ersten Triathlon. Eine Freundin, die schon ein paar Mitteldistanzen gemacht, aber nie richtig zufrieden damit war, wollte es mal wieder versuchen und suchte nach dem passenden Rennen. Bei einem gemeinsamen Lauf sprachen wir darüber und mehr aus Spaß sagte sie: mach doch einfach auch mit! Die Idee hat sich dann irgendwie festgesetzt und ließ mich nicht mehr los. 1,9 – 90 – 21,1 das waren mittlerweile alles Distanzen, die nicht unerreichbar und irgendwie machbar klangen. Es sollte aber auch eine schöne Location sein, die man gleich mit ein paar Tagen Urlaub verbringen konnte und keine Woche später meldete ich mich an: Ironman 70.3 Jönköping, Schweden.

Zu dem Zeitpunkt wussten weder meine Eltern noch mein Trainer von meinem Vorhaben. Ich war ein knappes halbes Jahr im Triathlon Verein, hatte weder eine Olympische Distanz noch einen Halbmarathon gefinisht. Entsprechend groß war der Schock bei meinem Trainer. Er meinte, ich wäre eigentlich noch nicht bereit für eine Mitteldistanz, es wäre zu früh und ich hätte lieber erstmal bei den kürzeren Distanzen bleiben sollen. Aber, ZU SPÄT! Da mussten wir jetzt durch!

Die Vorbereitung verlief dann relativ unspektakulär. Die meiste Zeit war ich im Grundlagenbereich unterwegs, um möglichst unbeschadet den Tag der Tage zu überstehen. Vor allem beim Laufen hatte ich Pulsvorgaben, die jenseits von Gut und Böse waren und wenn wir ehrlich sind, oft dran gehalten habe ich mich nicht. Dann kam im Winter natürlich noch der Kauf des ersten Triathlon Rades dazu! Einen neuen Einteiler und Neopren Anzug gab es auch noch. Ich habe Gels getestet und glücklicherweise auch schnell ein für mich passendes gefunden. Im Frühjahr machte ich dann doch noch einen Halbmarathon in Hamburg und im Mai dann meine erste Olympische Distanz beim Fulda Triathlon. Den Halbmarathon habe ich in sehr guter Erinnerung. Es war ziemlich kalt, was ich vor allem beim Laufen wirklich gut finde! Ich hatte weder einen Einbruch noch Krämpfe und auch die Verpflegung hat super hingehauen! Die Olympische Distanz war dann doch eine größere Herausforderung als gedacht und vor allem auf den abschließenden 10km habe ich mich echt gequält! Da war er wieder… der Respekt vor der Mitteldistanz, der über die Zeit der Vorbereitung im Winter und nach dem ersten Halbmarathon irgendwie ein bisschen auf der Strecke geblieben ist – HELLO AGAIN!

Und dann ging die Reise nach Schweden schon los. (to be continued…)