Krafttraining im Triathlon – was bedeutet das überhaupt? Um ehrlich zu sein, hatte ich in den letzten Jahren überhaupt kein Gefühl dafür, was Kraftsport für den Triathlon oder Ausdauersport im Allgemeinen bedeutet. Mein vermeintliches „Krafttraining“ ähnelte vielmehr einem Stabitraining, dass ich mehr oder weniger gezielt und enthusiastisch verfolgte. Im Winter konnte ich mich dazu immer ganz gut motivieren, aber sobald es draußen wärmer und die Tage länger wurden, habe ich das extrem vernachlässigt bzw. komplett sein lassen!

Hauptbestandteile meines damaligen Krafttrainings waren Planks und mehr oder weniger halbherzige Kniebeugen. Im Winter 2018/19 war ich dann zum ersten Mal in einem Fitnessstudio angemeldet. Für ganze 3 Monate als Vorbereitung für die kommende Saison. Das war auch irgendwie cool und hat Spaß gemacht, aber nach den drei Monaten war ich dann auch froh es „geschafft zu haben“ und dann hatte sich das mit dem Krafttraining erledigt. Das war rückblickend total blauäugig, denn was kann man in so kurzer Zeit schon erreichen? Natürlich ist es nicht komplett sinnlos, aber eine langfristige Auswirkung und spürbare Effekte brauchen einfach mehr Zeit (und das sollte ich als Ausdauersportlerin eigentlich auch wissen).

Diese Einstellung hat sich bei mir geändert und Krafttraining ist mittlerweile ein wichtiger und fester Bestandteil meines ganzjährigen Trainings. Warum das so ist und was es dir bringt, auch mehr Krafttraining zu machen ließt du in den folgenden Blog-Einträgen zum Thema Krafttraining!

Ich habe bislang sehr gute Fortschritte beim Krafttraining gemacht (am Anfang auch logisch) und bin erstaunt, wie viel Spaß es mir macht! AUch außerhalb des Krafttraining spüre ich die Effekte in den anderen Sportarten. Natürlich habe ich insofern das Glück, dass ich mit meiner Trainerin einen absoluten Experten auf dem Gebiet des Krafttrainings habe, die mich oft im Training sieht und mir wichtige Tipps geben kann. Außerdem habe ich einen super Homeworkout Plan für den Lockdown bekommen, um die Zeit möglichst gut überbrücken zu können!

Was ich dir bislang auf jeden Fall mitgeben kann ist folgendes:

  • Ein strukturiertes ganzjähriges Krafttraining ist für Triathleten absolut sinnvoll und wichtig und kann durch Stabitraining nicht ersetzt werden – das ist etwas ganz anderes!
  • Training mit dem eigenen Körpergewicht ist gut, ersetzt aber nicht das Training mit Gewichten und/oder Geräten
  • Lass dir von einem Profi(!) die Technik zeigen und dir sagen, welche Muskelgruppen du gezielt ansprechen sollst und lasse die Technik in regelmäßigen Abständen überprüfen (und sei es, wenn du dich dabei filmst und es dir anguckst)
  • Hab keine Angst vorm Gewicht und versuche, dich in jeder Einheit in den wichtigsten Grundübungen zu steigern
  • Nutze so viele Übungen mit freien Gewichten wie möglich, Geräte sind zwar auch gut, beanspruchen deine Muskulatur allerdings meistens sehr isoliert

Falls dich dieses Thema interessiert, du wissen möchtest, warum gezieltes Krafttraining für Triathleten wichtig ist, was es dir bringt und wie du es am besten umsetzen kannst, dann bleibt dran und verfolge die nächsten Einträge zum Thema Krafttraining!